[Rezension] Goldener Käfig – Victoria Aveyard

Ihr Lieben,

endlich habe ich den dritten Teil der Farben des Blutes zum Geburtstag bekommen, nachdem ich den ersten Teil so sehr geliebt habe und vom zweiten leider so unglaublich enttäuscht war. Umso unschlüssiger war ich dann, den dicken Wälzer endlich vom Sub zu befreien. Ich hatte an das Buch recht niedrige Erwartungen und ich denke, dass mir das dann doch das Lesen erleichtert hat.

Mare, die Rote mit den besonderen Silber-Fähigkeiten, ist zurück am königlichen Hof – doch dieses Mal nicht als falsche Prinzessin, sondern als Gefangene des Königs: Um ihre Gefährten vor dem Tod zu retten, hat sie sich ihrem schlimmsten Feind – und einstigen Freund – ergeben. Und erwartet nun ein schreckliches Schicksal an seiner Seite. Aber natürlich setzen Prinz Cal und die Rebellen der Scharlachroten Garde alles daran, um die Blitzwerferin zu befreien. Denn nur mit ihr gibt es im Kampf um die Freiheit eine Chance.

(Quelle: Amazon)

Ich muss auch hier mal wieder gestehen, dass mir das Ende des zweiten Bandes nicht mehr in Gänze in Erinnerung war. Trotzdem hat es Band 3 geschafft, mich direkt wieder in Mares Welt eintauchen und den Hof des Königreichs Norta lebendig werden zu lassen.

Mare befindet sich zu Beginn des Buches in Gefangenschaft von Maven, dem skurrilen Herrscher von Norta. Hier trifft sie wieder auf die silberne Elite, die sie als Rote für minderwertig erachtet.

Durch diese Konstellation nähert sich der dritte Teil wieder vom Building her dem ersten an und hatte mich dadurch wieder etwas mit dem zweiten Band versöhnt. War mir dieser noch zu eng bezogen auf die Rebellion der Roten und Mare mir durch ihre störrische, aggressive und egoistische Art richtig unsympathisch geworden, scheint sich die Autorin bei der Fortsetzung wieder auf die Anfänge zu besinnen – back to the roots, sozusagen. Mir gefällt die Konstellation in Büchern einfach besser, wenn die Protagonistin im intriganten Schlangennest der Antagonisten zurecht kommen muss. Ein reiner Plot in und um die Rebellion fand ich etwa in Tribute von Panem gelungener, da sich hier zum Beispiel der Mittelteil nicht nur mit den Befindlichkeiten der Protagonistin befasste.

Kam mir Mare im zweiten Teil wie ein rebellischer Teenager vor, so scheint sie nach der erfahrenen Niederlage im dritten Teil geläutert. Dabei hat sie aber nicht ihren Kampfgeist verloren, sie ist nicht durch die Gräueltaten der Silbernen gebrochen worden. Sie muss am Hof von Archeon vielmehr taktieren, um ihr Leben zu schützen.

Dabei fand ich das Zusammemspiel zwischen ihr und Maven unglaublich gelungen und wahnsinnig unterhaltsam! Mare muss sich in ‚Goldener Käfig‘ neu sortieren und orientieren. Maven hingegen ist so verrückt wie eh und je – hier erfahren wir endlich auch etwas zu seinen persönlichen Hintergründen und Motiven, er wird dadurch sowohl menschlicher als auch kurioser. Maven ist einer meiner liebsten Antagonisten geworden, weil er irgendwie nicht aus seiner Haut kann aber dabei so unglaublich grausam und zugleich kindlich sein kann. Die Autorin hat hier wirklich eine wahnsinnig gute Figur geschaffen.

Auch Mares Entwicklung gefällt mir sehr! Durch ihre Selbstreflektion und ihren unermüdlichen Willen, am Leben zu bleiben, konnte sie sich zurück in mein Herz stehlen.

Die Nebenfiguren gewinnen in diesem Band noch einmal an Tiefe, dürfen sie doch in eigenen Kapiteln Einsichten in ihr Innerstes gewähren. Auch hier hätte ich nie damit gerechnet, Sympathien für einen zuvor verhassten Charakter zu entwickeln.

Die Story ist anders als Teil 2 weniger geprägt von Kämpfen der Rebellion, sondern von Monologen, Intrigen und Dialogen. Die Action nimmt gegen Ende wieder mehr Fahrt auf und es entwickelt sich einiges anders, als man als Leser erwartet – schöne Plottwists inklusive! Besonders gut gefallen hat mir dabei der kleine Cliffhanger gegen Ende, der noch einmal in Sachen Dramatik eine Schippe draufgesetzt hat und für den finalen Band einiges erwarten lässt!

 

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