5 Gründe, um mit dem Lesen auf Englisch* anzufangen! [Englisch lesen leicht gemacht – Tipps & Tricks]

Meine Lieben,

wie ihr wisst lese ich sehr viel auf englisch, mindestens die Hälfte meiner Wunschliste besteht aus englischsprachigen Büchern. Ich begegne in den Sozialen Medien immer wieder der Frage, ob jemand mit dem Englisch-Lesen anfangen soll und bemerke dabei eine große Unsicherheit, was das angeht. Ich möchte euch allen in diesen Momenten ein motivierendes „Ja, unbedingt!“ zurufen und euch davon überzeugen wie toll das Lesen im Original ist und wie sehr es euer Lesen bereichern wird.

Deshalb habe ich euch hier meine 5 Gründe zusammengetragen, wieso ihr alle ganz ganz schnell mit dem Lesen auf Englisch anfangen solltet!

(*Dieser Artikel bezieht sich natürlich nicht nur auf Englisch, sondern kann auf jede Fremdsprache übertragen werden, die ihr lesen möchtet!)

1. Fortsetzungen lesen, die nicht mehr übersetzt werden

Wer kennt es nicht, das leidige Problem eines jeden Buchnerds – eine neue Lieblingsreihe ist gefunden, man fiebert der Übersetzung jedes neuen Bandes entgegen und plötzlich: Ende Gelände, es wird keine weitere Fortsetzung der Reihe im Deutschen geben! Da viele Verlage bei Erstlingswerken zunächst nur die Rechte am ersten Buch erwerben und dann abwarten, wie es läuft, passiert es leider häufig, dass sich der Verlag dann gegen eine Fortführung bzw. den Einkauf der Rechte an Folgebänden etwa aufgrund mangelden Absatzes entscheiden. Alles Bitten und Betteln helfen also nichts, ihr könnt den Verlag der Übersetzung nicht von einer Fortsetzung überzeugen. Und euch bleibt nichts anderes möglich, als das abrupte Ende, den fiesen Cliffhanger, die unaufgelösten Plotfäden als gegeben zu akzeptieren – oder zur englischen Version der Fortsetzung zu greifen!

Das Problem mit nicht mehr fortgeführten Reihen war damals ein Hauptgrund, dass ich trotz miserabler Englischkenntnisse zum englischen Buch gegriffen habe. Ich wollte mich beim Lesen einfach unabhängiger davon machen, ob ein Buch überhaupt übersetzt wird oder nicht. Dies bringt uns auch gleich schon zu:

2. Neue Bücher bereits im Original entdecken und nicht erst auf die Übersetzung hoffen müssen

Jeder Blogger, Bookstagrammer und Bücherverrückte kennt das: war man früher darauf angewiesen, dass man Neuheiten ganz altmodisch in der Bibliothek um die Ecke oder im dörfischen Buchladen entdeckt hat und dementsprechend die Auswahl relativ beschränkt war, so hat man zu Zeiten des Internets und der riesigen internationalen Büchercommunity die Qual der Wahl und wird mit verlockenden, neuen Büchern quasi geflutet. Insbesondere, wenn dann ständig schöne bunte ausländische Buchcover in der Timeline auftauchen, sollte man sich einen Ruck geben und das Buch im Original lesen.

Wirklich ausschlaggebend für mich damals war „These broken Stars“. Das traumhafte englische Cover und die neue Idee fixten mich unheimlich an und das Buch schien mich regelrecht zu verfolgen! Ich habe lange gezögert, ob ich mich wirklich trauen soll und war skeptisch, ob ich es wirklich packe – mein Englisch war wirklich schlecht – oder ob ich das Buch nach ein paar Seiten ohne Durchblick frustriert in die Ecke schleudern würde. Und siehe da, mein spontanes Drücken des Bestell-Buttons hat sich gelohnt, ich wurde positiv überrascht. These broken Stars wurde zwar dann doch noch übersetzt, doch steckt man eben leider überhaupt nicht drin – und ich hätte so einige Bücher im Regal, die noch nicht die Chance einer deutschen Übersetzung bekommen haben, wirklich sehr vermisst.

3. Die Ungeduld besiegen

Dieser Punkt vereint eigentlich alles bisher gesagte, doch war es wie erwähnt für mich einer der Hauptmotivatoren, um überhaupt zu einem englischen Buch zu greifen. Ich wollte mich unanbhängiger machen von den Verlagen, ich wollte meinen Horizont erweitern und ich wollte die mir damals beschränkt erscheinende Auswahl erweitern. ja tatsächlich, ich war damals an einem Punkt an dem ich dachte, ich hätte alles schon einmal irgendwie irgendwo schon mal so gelesen (vielleicht kennt ihr dieses Gefühl ja auch) und irgendwie brauchte ich neuen Input. Ich wollte nicht abwarten, bis die in den kommenden Vorschauen gezeigten Bücher endlich erscheinen, ich hatte englische Bücher entdeckt, die ich unbedingt jetzt gleich und sofort haben und lesen musste! Ihr kennt das! Gleiches galt dann für Fortsetzungen – die deutsche Übersetzung des ersten Bandes war absehbar, aber was war mit der Fortsetzung, die bereits im englischen erschienen war – oder noch besser: die Reihe war bereits abgeschlossen? Meine Ungeduld und mein Hunger nach mehr waren ein Hauptgrund, wieso ich zum englischen Orignal griff und auch heute noch meine Kaufentscheidungen danach richte.

4. Die Fremdsprachenkenntnisse verbessern

Auch dieser Punkt sollte nicht unterschätzt werden, denn durch das Lesen in einer Fremdsprache wird der Wortschatz und auch die Grammatik, ja das Verständnis für die Sprache an sich ungemein ausgebaut. Ich habe selbst bemerkt, wie ich beim Lesen immer fitter im englischen wurde und mir mit der Zeit auch anspruchsvollere Literatur keine oder nur noch wenige Probleme bereiteten. Wenn ihr euch dadurch verbessern wollt, greift ruhig öfter mal zum Original statt zur Übersetzung!

5. Oh, diese Cover!

Leute, ihr kennt mich, ich bin ein echtes Coveropfer! Meist ist ein ansprechendes Äußeres ein erster Grund, um auf das Buch aufmerksam zu werden und ich muss gestehen, dass mir viele originale Cover einfach besser gefallen als die deutschen Ausgaben. Gerade im Jugendbuchbereich habe ich das Gefühl, dass hier (verständlicherweise) natürlich eine gewisse Zielgruppe angesprochen werden soll und die Cover mittlerweile irgendwie alle ziemlich gleich aussehen. Oft sprechen mich die englischen Cover mehr an, sodass meine Wahl, ob es nun die englische oder die deutsche Version wird (wenn beide verfügbar sein sollten) oft aufgrund des Preises und des Covers getroffen werden.  Die nicht existende Buchpreisbindung und die Tatsache, dass oft bereits bei Erscheinen auch Taschenbuchausgaben der englischen Bücher verfügbar sind, sind meines Erachtens auch ein Punkt, den es mitzuberücksichtigen gilt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Argumente an die Hand geben, wieso ihr dem Lesen auf Englisch (oder in einer anderen Fremdsprache) eine Chance geben solltet. Wie der Titel des Beitrags vermuten lässt, ist dieser der Beginn einer Reihe, in der ich Englischlese-Anfängern nützliche Tipps an die Hand geben möchte und euch ein bisschen die Scheu vorm Lesen in einer Fremdsprache nehmen möchte.

Habt ihr spezielle Fragen zum Thema Lesen auf Englisch? Dann immer her damit!

 

 

 

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9 Gedanken zu “5 Gründe, um mit dem Lesen auf Englisch* anzufangen! [Englisch lesen leicht gemacht – Tipps & Tricks]

  1. Hi Isabell,

    super Blog und super Beitrag. Du wirst lachen, aber ich habe eben mit meinem Freund darüber geredet, dass ich die englischen Buchboxen viel besser finde als die deutschen, aber abgeschreckt bin weil ich Angst habe das Buch auf Englisch nicht zu schaffen. Das letzte Buch das ich auf Englisch gelesen habe ist gefühlt Jahrhunderte her aber ich denke ich werde es demnächst nochmal wagen.

    Liebste Grüße,
    Shani

    Gefällt 1 Person

    1. Ja trau dich unbedingt, man hat eigentlich nichts zu verlieren! Ein guter Tipp für den Anfang ist nicht jedes Wort nachzuschlagen sondern versuchen, unbekanntes aus dem Kontext heraus zu verstehen oder auch einfach mal in leseproben rein zu schnuppern um ein Gefühl zu bekommen! Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

      Liken

      1. Danke fürs Mut machen! Es ist bei mir weniger das Verständnisproblem, sondern eher das „Kopfanstrengproblem“. Lesen ist für mich abschalten aber bei englischen Büchern kommt nichts bei rum wenn ich den Kopf abschalte 😀

        Liken

  2. Hi,
    du hast mit deinem Post so recht. Ich sollte auch echt mal englische Bücher lesen. Das verstehen dürfte bei mir nicht das Problem sein, aber irgendwie denke ich immer „ach, kannst es auch auf deutsch lesen, da bist du schneller“.:/
    Liebe Grüße
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    1. Den Gedankengang kann ich gut verstehen allerdings kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass die „Schnelligkeit“ mit der Zeit automatisch kommt und inzwischen bei mir kein Unterschied mehr zwischen deutsch und englisch besteht! Also ran ans Buch! Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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