[Rezension] Palace of Fire – Die Kämpferin – C. E. Bernard

Dank dem Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse durfte auch der abschließende Teil der Trilogie um Rea, ‚Palace of Fire – Die Kämpferin‘ endlich bei mir einziehen. Vielen lieben Dank hierfür!

Damit ihr mir bei meinen Ausführungen folgen könnt, habe ich wie immer zuerst einmal den Klappentext für euch:

Furchtlos und unantastbar – die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.

Rea wagt das Unmögliche: Sie kehrt an der Seite von Prinz Robin nach London zurück – in das Land, in dem Magdalenen wie sie gefürchtet, gejagt und ausgelöscht werden. Doch Rea hat Robins Antrag, seine Frau und damit Königin von England zu werden, abgelehnt: Eine Zukunft mit ihm ist für sie undenkbar, wenn sie ihre wahre Identität geheimhalten muss. Außerdem hat Madame Hiver, die zwielichtige Verschwörerin am französischen Hof, Rea zu einem unheilvollen Pakt gezwungen. Doch dann taucht Robin unter und wird zum Gesetzlosen. Wird er sein Reich, seine Macht und seine Krone aufs Spiel setzen, um für Rea und die Freiheit zu kämpfen?

Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird.
Diese hinreißende Trilogie werden die Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt lieben.
Das Debüt einer hochbegabten deutschen Autorin.

(Quelle: Amazon)

Diese Trilogie schreit meiner Meinung nach wirklich nach einer Verfilmung! So eine gute und individuelle Fantasytrilogie einer deutschen Autorin, noch dazu im Debut zu lesen, ist wirklich ungewöhnlich.

Ihr habt sicher schon in meinen Rezensionen zu Palace of Glass – Die Wächterin und Palace of Silk – Die Verrräterin herauslesen können, wie begeistert ich einfach von dieser Geschichte bin! Die Idee um die Magdalenen und das Berührungsverbot und die darin mitschwingende verstörende Gesellschaftskritik haben mich fasziniert und völlig von sich eingenommen. Waren im ersten Teil noch einige Dinge etwas unklar, so formte sich nach dem zweiten Teil eine wirklich erschreckende Dystopie. Genau der Gegensatz zwischen dem London aus Palace of Glass und Paris aus Palace of Silk machte für mich auch die erzählerische Spannung der Bücher aus.

Zu Beginn des abschließenden Teils lernen wir noch eine neue Metropole des zukünftigen Europas der Magdalenen kennen, nämlich Berlin.

Auch hier schafft es die Autorin mühelos, eine neue atmospährische Dichte zu kreieren, sodass Berlin ein ganz eigenes Feeling erhält und sich fast erlebbar von London und Paris abgrenzt. Für mich fühlte sich Reas Berlin an wie ein krasser Mix aus den 1920ern und der heutigen Zeit, ein Berlin also, das ich auch gerne einmal besuchen wollen würde.

In Berlin überschlagen sich die Ereignisse und Rea und ihre Liebe zu Robin werden bereits in den ersten Seiten auf eine harte Probe gestellt. Sie müssen früher als erwartet nach London zurückkehren und ihre Pläne zur Durchführung einer Revolution ständig neuen Gegebenheiten anpassen. Rea kämpft dabei zusätzlich gegen innere Dämonen, die im letzten Teil der Trilogie quasi eine neue Dimension erreichen und richtiggehend erschreckend sind.

Neben den inneren Feinden betritt auch sonst ein neuer Antagonist die Bühne, den ich wirklich wahnsinnig gut umgesetzt fand. Besonders beeindruckend geschrieben fand ich die Szenen mit ihm sowie mit der Kreatur, mit der sich Rea herumschlagen muss. Sie waren äußerst bildgewaltig und dennoch richtig poetisch geschrieben, wirklich fantastisch! Hier hat die Autorin ihr gesamtes Können ausgepackt.

Hin- und Hergerissen war ich ebenso wie Rea was die Lovestory mit Robin angeht. Es gibt ein paar herrliche Szenen voller Konflikte, in denen exakt die unterschiedlichen Charaktere und ihr familiärer und gesellschaftlicher Background herausgearbeitet werden. Genau hieraus resultieren auch die unterschiedlichen Ansichten von Rea und Robin, wie in Sachen der Umgestaltung der Gesellschaft vorgegangen werden soll. Das ist von der Autorin so gut gemacht, dass man als Leser ständig zwischen beiden Meinungen schwankt und ebenso wie Rea hin- und hergerissen ist, ob ihre Ansicht nun die richtige ist oder nicht.

Dabei wird auch gekonnt ein altes Motiv des Dramas verwoben, nämlich der Tyrannenmord bzw. die Möglichkeit desselben. Hierüber kann man wundervoll in Grundthematiken der Ethik und Philosophie eintauchen – ist es moralisch vertretbar, einen einzelnen Menschen umzubringen, wenn dadurch das Leben vieler gerettet werden kann? Was ist mehr wert – das Leben vieler oder das Leben eines einzelnen? Oder darf hier überhaupt nicht quantitativ abgewogen werden? Wirklich komplexe Fragen, die in Reas innerem Konflikt verarbeitet werden. Bis zur letzten Seite war ich mir als Leserin nicht sicher, wie sich Rea letztendlich entscheiden und das Buch somit enden würde, was absolut den Spannungsbogen extrem hoch halten konnte!

Das Buch heißt ‚Die Kämpferin‘ – gemeinsam mit Rea habe ich mich auch etwas mehr durchs Buch kämpfen müssen als etwa durch die ersten beiden Teile. Es wurde viel gerungen, mit sich selbst, mit extrem erschreckenden Antagonisten, mit der Liebe, mit der Welt an sich. Das Buch war für mich keins, welches ich in einem Rutsch runter lesen konnte, vielmehr hat es mich extrem beschäftigt und meine Aufmerksamkeit gebunden.

Der Kampf hat sich aber gelohnt, sowohl für mich als auch für Rea. Diese Trilogie gehört in jedes Regal eines Fantasyfans, da sie so ungewöhnlich und unglaublich sprachgewaltig ist. Ich hoffe, dass die Autorin in Zukunft noch viele tolle Bücher für uns bereit hält, mit ‚Palace of Glass‘ konnte sie mich restlos begeistern!

 

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