[Rezension] Ich bin Circe – Madeline Miller

Ihr Lieben,

dieses Buch hat für einige Furore auf dem Buchmarkt gesorgt, bedient es doch diverse Leseinteressen und wurde es für einige Preise nominiert. Ich bin sehr froh, dass es beim Eisele Verlag nun auch den deutschen Buchmarkt erobert, denn dieses Buch ist einfach Perfektion!

Darum gehts:

Unsterblich. Unvollkommen. Unbezähmbar.

Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse, doch sie ist ganz anders als ihre göttlichen Geschwister. Ihre Stimme klingt wie die einer Sterblichen, sie hat einen schwierigen Charakter und ein unabhängiges Temperament; sie ist empfänglich für das Leid der Menschen und fühlt sich in deren Gesellschaft wohler als bei den Göttern. Als sie wegen dieser Eigenschaften auf eine einsame Insel verbannt wird, kämpft sie alleine weiter. Sie studiert die Magie der Pflanzen, lernt wilde Tiere zu zähmen und wird zu einer mächtigen Zauberin. Vor allem aber ist Circe eine leidenschaftliche Frau: Liebe, Freundschaft, Rivalität, Angst, Zorn und Sehnsucht begleiten sie, als sie Daidalos, dem Minotauros, dem Ungeheuer Scylla, der tragischen Medea, dem klugen Odysseus und schließlich auch der geheimnisvollen Penelope begegnet. Am Ende muss sie sich als Magierin, liebende Frau und Mutter ein für alle Mal entscheiden, ob sie zu den Göttern gehören will, von denen sie abstammt, oder zu den Menschen – die sie lieben gelernt hat.

„Eine mutige und rebellische Neuerzählung der Göttinnengeschichte“ New York Times

Der Welt-Bestseller endlich auf Deutsch

New-York-Times-Bestseller #1

„Dieses Buch ist göttlich. Ich war ganz traurig, als es zu Ende war. Große Leseempfehlung!“ Gwyneth Paltrow

„Ein erfrischend aktueller und feministischer Blick auf die griechische Sagenwelt.“ FAZ

»Ein Buch mit echtem Suchtpotential.« hr2 Kultur

»Vielleicht sind hier Musenküsse im Spiel. Oder göttliche Funken. Denn wie die New Yorker Altphilologin Madeline Miller der griechischen Mythologie neues Leben einhaucht, ist magisch.« Emotion

»Madeline Miller hat einen märchenhaft-feministischen Bestseller gezaubert.« Brigitte Woman

»Circe erweist sich als Powerfrau und Vorbild für alleinerziehende Mütter.«annabelle

(Quelle: Amazon)
Ich habe euch ja schon in diesem Beitrag erzählt, dass mich momentan Fantasy oft nicht mehr anmacht.
Circe war für mich ein perfekter Einstieg in die Literatur, liebe ich doch Bücher mit historischem Bezug, Mythen und Göttern. Bereits mit „The Silence of the Girls“ von Pat Barker habe ich ein Retelling im Bezug auf girechische Mythologie, nämlich der Ilias von Homer gelesen. Der Clou bei beiden Büchern ist nun, dass sie nicht die Sicht der männlichen Helden, sondern der Frauen wiedergeben.
So treffen wir auch in „Ich bin Circe“ auf altbekannte Helden, etwa der Odyssee, die Sichtweise verschiebt sich aber dadurch. Sind die Götter und Helden des Altertums wirklich so glorreich und weltlich entrückt, oder wurden sie bisher einfach nur überhöht dargestellt? Wer erzählt eigentlich die Geschichten, die Gewinner?
Das Setting entfaltet ein fantastisches Feeling, das Worldbuilding ist dicht gewoben. Nicht nur belesene Fans der historischen Vorlagen werden beim Lesen beim Entdecken diverser literarischer und mythologischer Figuren wahre Freude haben.
Circe ist einfach eine wahnsinnig sympathische Protagonistin, in die ich mich wunderbar hineinversetzen konnte. Sie verharrt zunächst in ihrer Rolle des ungeliebten Kindes, das einfach anders ist als ihre göttlichen Familienmitglieder. Schon bald zeigt sich aber ihr wahrer, starker und eigensinniger Charakter und sie lehnt sich auf, zunächst zögerlich, aber dann immer stärker. Im Verlauf des Buches muss sie sich dabei immer wieder behaupten, aber auch selbst hinterfragen. Ist sie glücklich? Hat sie die richtigen Entscheidungen getroffen? Gehört sie zu den Guten oder ist sie Böse? Welche Folgen haben Entscheidungen, insbesondere, wenn sie egozentrisch sind?
Alles Fragen, die sich stark mit der menschlichen Natur auseinandersetzen.
Und so schafft Circe etwas, das für mich bisher nur wenige Bücher geschafft haben, nämlich die Verknüpfung von Spiegelung und Selbstreflexion des Lesers mit flüssigem und unterhaltsamem Lesevergnügen. Für mich ein Highlight, sodass ich mir natürlich auch das weitere Buch der Autorin „Das Lied des Achilles“ anschaffen werde.

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