[Kurzrezension] Strange the Dreamer – Der Junge, der träumte (Bd. 1) – Laini Taylor

Gewisse Bücher sind einfach etwas ganz besonderes! Bücher, deren Seiten einen förmlich einfangen und ins Buch ziehen, weit hinein in die Geschichte. Strange the Dreamer ist so ein Buch , aus dem man kaum auftauchen möchte.

Laini Taylor gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, da sie einfach magische Welten voller Tiefe erschafft, die so einzigartig wie bezaubernd sind. Umso schöner, dass nun endlich eine deutsche Übersetzung von Strange the Dreamer beim Haus Bastei Lübbe erschienen ist.

Ich habe das Buch bereits auf englisch gelesen und ich muss sagen, dass es schon ein ganz schöner Trümmer ist, der ein ordentliches Durchhaltevermögen fordert, da die Geschichte sowohl einnehmend als auch fordernd ist. Hier war es sicherlich geschickt, das erste Buch erneut in zwei Teile zu teilen um den Lesefluss zu erleichtern. Da ich nicht genau weiß, wo der Cut in der deutschen Version gemacht wurde, halte ich meine Rezension spolierfrei.

Zunächst einmal der Klappentext für euch:

Lass dich hineinziehen in eine Welt voller Träume

Lazlo Strange liebt es, Geheimnisse zu ergründen und Abenteuer zu erleben. Allerdings nur zwischen den Seiten seiner Bücher, denn ansonsten erlebt der junge Bibliothekar nur wenig Aufregendes. Er ist ein Träumer und schwelgt am liebsten in den Geschichten um die sagenumwobene Stadt Weep – ein mysteriöser Ort, um den sich zahlreiche Geheimnisse ranken. Eines Tages werden Freiwillige für eine Reise nach Weep gesucht, und für Lazlo steht sofort fest, dass er sich der Gruppe anschließen muss. Ohne zu wissen, was sie in der verborgenen Stadt erwartet, machen sie sich auf den Weg. Wird Lazlos Traum nun endlich Wirklichkeit?

Die international gefeierte Reihe der Bestsellerautorin Laini Taylor endlich auf Deutsch

(Quelle: Amazon)

Zunächst lernen wir Lazlo Strange kennen, der seine Nase lieber in Bücher steckt und in Geschichten schwelgt, als sich der wahren Welt zu stellen. Er hat Träume und hält sich eher im Hintergrund des Geschehens, er ist genügsam und eigentlich unauffällig. Als sich ihm dann eine einzigartige Chance bietet greift er zu und stellt sich dem Abenteuer, immer auf der Suche nach seinem Traum.

Im Verlauf der Geschichte macht Lazlo hier eine unglaubliche Wandlung durch und findet zu sich selbst. Gemeinsam mit ihm machen wir uns auf die Reise durch das magische Worldbuilding des Buches, das facettenreich und detailliert daher kommt.

Der Schreibstil ist kraftvoll und poetisch, ideenreich und magisch. Laini Taylor erschafft erneut eine magische Welt voller Geheimnisse und Mysterien, die es gemeinsam mit Lazlo zu entdecken gibt. Hinter jedem Kapitel versteckt sich ein neues Rätsel, sodass man sich immer mehr in der Geschichte verliert und wie im Traum dahingleitet. Der Erzählfluss ist dabei nicht sonderlich schnell, sondern vielmehr verträumt und spielerisch. Der Leser hat Zeit, sich vollkommen auf diese andere Welt ein- und auf sich wirken zu lassen. Wer lieber spröde Bücher mit klarer Kante liest, ist hier vollkommen falsch. Das Buch lebt auch und hauptsächlich von seinem unglaublichen Flair.

Strange the Dreamer ist für mich sowohl modernes Märchen als auch jetzt schon moderner Klassiker, der in keinem Bücherregal fehlen sollte.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s