[Rezension] Das sternenlose Meer – Erin Morgenstern

WERBUNG: Dieses Buch habe ich vom Blessing Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen lieben Dank dafür!

Meine Lieben,

kennt ihr den Nachtzirkus? Dieser erfreut sich ja vieler Fans, sodass auch das neueste Werk der Autorin Erin Morgenstern sehnsüchtig erwartet wurde.

Hier habe ich den Klappentext für euch:

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra Rawlins an seiner Promotion, doch er kommt nicht weiter. Denn immer, wenn er in der Bibliothek ist, sucht er ein Buch auf, das zwischen den Regalen versteckt liegt. Ein Buch, in dem Zachary eines Tages eine Schilderung seiner eigenen Kindheit findet. Aber wie ist das möglich? Auf der Suche nach dem Geheimnis dieses Buches entdeckt Zachary eine unterirdische Welt voller Bücher am Ufer eines sternenlosen Meers, wo er schließlich eine Verschwörung aufdecken und für die Liebe seines Lebens kämpfen muss.

(Quelle: Amazon)

Bereits vor dem Lesen war ich von einem Aspekt schwer begeistert – endlich mal wieder ein männlicher Protagonist in einem Fantasyroman! Leider sind diese sehr rar gesäht, sodass ich mich darauf freute, Zachary bei seinem fantastischen Abenteuer zu begleiten.

Und er ist wirklich ein äußerst sympathischer und authentischer Charakter, in den man sich gut hineinversetzen kann. Jeder Lesebegeisterte wird seine Liebe zu Büchern und die Versuchung einer unterirdischen Welt inklusive Bibliothek nachvollziehen können.

Zachary wird gefühlt ebenso unvorbereitet auf diese Reise geschickt wie der Leser selbst, zu Beginn nicht wissend, wohin sie einen führen wird. Und so muss man sich einfach einlassen und sich treiben lassen auf dem sternenlosen Meer, das immer mehr an Tiefe und Bedeutung gewinnt.

Ein Buch, dass man sicher nicht so leicht nebenher lesen kann sondern dass die volle Aufmerksamkeit seines Lesers erfordert. Dieses Buch steckt voller Bildern und Poesie. Abwechselnd wird Zacharys Geschichte erzählt, daneben werden Kurzgeschichten und Episoden aus den Büchern erzählt, die Zachary auf seiner abenteuerlichen Reise entdeckt.

Die Erzählung ist dicht, sodass man zu Beginn des Buches sicherlich Zeit braucht um sich zu orientieren und um mit Stil und Geschichte warm zu werden. Je mehr man dabei aber entdeckt, dass alles zusammengehört und die verschiedensten Storypartikel ineinander fließen und zu einem großen Ganzen werden, kann man nur staunen.

Zwischendrin hatte ich eine kurze Lesephase, bei der ich gemeinsam mit Zachary am eigenen Verstand, an der eigenen Erkenntnis zu zweifeln begonnen habe und hin und her schwankte zwischen dem Wunsch, dem Geheimnis des sternenlosen Meers auf den Grund zu gehen oder dieses verlassen zu wollen. Durch diese kurze Phase habe ich mich durchgebissen und wurde belohnt.

Leider wird nicht jedes Rätsel bis zur Gänze aufgelöst, vieles bleibt im mysteriösen Nebel des sternenlosen Meeres versunken. Im Hinblick auf die gesamte Geschichte mit Sicherheit nicht tragisch, wird dieser Punkt bestimmt nicht jedermanns Geschmack sein.

Besonders gut gefallen hat mir die Vielfältigkeit und Diversität der Charaktere, auch hier werden diese nicht in ein bestimmtes Schema gepresst sondern heben sich erfrischend von der Masse ab.

Am Ende fügt sich alles zu einem wundervollen Gesamtbild zusammen, welches sicherlich nicht nur Bücherfans gefangen nimmt. Mit großem schreiberischem Können und diversen Stilmitteln entsteht hier ein Buch der Sehnsüchte und Gedanken, in das man problemlos eintauchen kann und in dem man eine lange Zeit verweilen möchte. Von mir gibts eine klare Leseempfehlung!


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