[Kurzrezension] Die silbernen Schlangen – Roshani Chokshi

Liebe Leser,

der erste Teil „Die goldenen Wölfe“ war damals eines meiner Jahreshighlights, weshalb natürlich auch die Fortsetzung zeitnah nach Erscheinen bei mir einziehen musste.

Hier habe ich den Klappentext für euch:

Séverin, Laila, Enrique und Sofia haben zwar den Kampf gegen das „Gefallene Haus“ für sich entscheiden können, aber der Sieg war mit einem schrecklichen Preis verbunden. Auf Wiedergutmachung aus, verfolgt das Team die gefährliche Spur nach einem verloren geglaubten Artefakt, das seinem Besitzer angeblich die Macht Gottes verleihen soll. Ihre tollkühne Jagd lockt sie weit weg von Paris nach Sibirien, wo in einem Eispalast dunkle und tödliche Geheimnisse auf sie warten und eine Serie ungelöster Morde das Team fragen lässt, ob ein uralter Mythos doch nur ein Mythos ist.

(Quelle: Amazon)

Nun, leider blieb der zweite Teil hinter meinen zugegebenermaßen hohen Erwartungen zurück.

Die Handlung war erneut spannend und voller unvorhergesehener Wendungen, erneut begibt sich der Leser gemeinsam mit Severins Team auf die Jagd nach mystischen Artefakten. Hierbei müssen sie sich wie gewohnt mit gefährlichen Gegnern und diversen Hindernissen herumschlagen und auch noch gegen die ablaufende Zeit kämpfen.

Irgendwie konnte mich diesmal allerdings das Buch nicht ganz so abholen wie der Vorgänger. Die Charaktere sind zwar gewohnt liebenswert und super divers aufgestellt, was ein großer Pluspunkt in meinen Augen ist. Aber irgendwie hat das Buch seinen Witz und seine Leichtigkeit verloren, was für mich hauptsächlich an Hauptprotagonist Severin liegt. Er hadert mit seinem Verlust und mit sich und seinen Entscheidungen, ist gefühlskalt und unzugänglich. Hier war er mir einfach zu unterkühlt und ich habe keinen Zugang mehr zu ihm gefunden, sein Drama hat mich gegen Ende nur noch genervt. Hier hätte man mehr draus machen können, gerade was seine und Lailas Geschichte angeht – diese bietet ja ohnehin Potential für großes Gefühl und Drama, ganz ohne Midlifecrisis des Protagonisten.

Ich werde trotzdem wahrscheinlich auch zum nächten Teil greifen, da ich wissen möchte, wie es weitergeht. Allerdings sind meine Erwartungen nun deutlich gedämpfter.


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