[Rezension] Die Stadt ohne Wind: Arkas Reise – Eléonore Devillepoix

Seitdem mich die Spiegelreisende letztes Jahr so begeistert und durch die Pandemie begleitet hat, gehört der Insel Verlag zu meinen absoluten Lieblingsverlagen! Und so habe ich erneut ein wahres Kleinod für mich entdeckt, das ebenfalls aus der Feder einer französischen Autorin stammt.

Darum gehts:

Mit ihrem treuen Pferd ist Arka auf dem gefährlichen Weg in das sagenumwobene Hyperborea. Die dreizehnjährige Kriegerin sucht dort ihren Vater, den sie noch nie gesehen hat. Die Stadt ist ein geheimnisvoller Ort, sie liegt im rauen Gebirge und wird von einer magischen Kuppel geschützt, die nicht nur Feinde abwehrt, sondern auch die kalten Winde der schneebedeckten Gipfel. Und außerdem die letzte Stadt der Welt, in der Magie noch erlaubt ist. Einer der mächtigen Magier soll Arkas Vater sein. Doch das abgeschottete Leben der großen Magier in den hohen Türmen macht es Arka fast unmöglich, ihn zu finden. Einen überraschenden Verbündeten findet sie in dem Magier Lastyanax. Der talentierte und ehrgeizige junge Mann hat es aus der Armut zum Minister geschafft. Und auch er verfolgt eine Mission: Er sucht einen Mörder, der in der Stadt sein Unwesen treibt und sogar seinen früheren Mentor getötet hat. Doch wie sollen sie einen Täter finden, der keine Spuren hinterlässt, außer einem eisigen Windhauch? Und welches Rätsel steckt hinter Arkas Herkunft?

Bei der Suche nach der Wahrheit bekommen es Arka und Lastyanax mit finsterer Magie und einem tödlichen Fluch zu tun und müssen sich den Geistern ihrer Vergangenheit stellen. Gemeinsam kommen sie einer Intrige auf die Spur, die nicht nur ihre Freundschaft auf die Probe stellt, sondern Hyperborea in den Grundfesten erschüttert.

(Quelle: Amazon)

Und es lassen sich viele Parallelen zur Spiegelreisenden-Saga ziehen. Auch in „Die Stadt ohne Wind“ begleiten wir eine junge Heldin mit starkem, eigenwilligen Charakter, die einem schnell ans Herz wächst und die von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Arka hat dabei ebenfalls Geheimnisse und Fähigkeiten, die sie zunächst einmal verbergen muss. Ihr gegenübergestellt ist der griesgrämige und verschrobene Lastyanax, ein ebenso liebevoller Charakter. Beide ergänzen sich gegenseitig perfekt und liefern unglaublich witzige, humorvolle Dialoge und Situationskomik. Das Buch macht bereits aufgrund diesen Aspekts Spaß zu lesen.

Auf ihrer Reise gelangt sie nach Hyperborea und ich muss sagen, hier eröffnet die Autorin wirklich ganz neue Fantasywelten mit einmaligen Ideen und voller Einfallsreichtum. Hier erlebt man gemeinsam mit Arka nie vorher gelesenes Worldbuilding, das einen total fasziniert und sich selbst nach Hyperborea wünschen lässt. Dabei ist die Stadt liebevoll detailreich beschrieben und witzig skurril, sodass man sich köstlich amüsieren kann. Arkas Abenteuer und wie sie von einer Aufgabe ins nächste Abenteuer stolpert, haben auch ganz starke Harry Potter Vibes in mir ausgelöst.

Und auch die Handlung mit mysteriösen Mordfällen, geheimnisvollen Herrschern und Intrigen ist ungemein spannend und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Vor allem das wirklich unvorhergesehene Finale ließ mich an den Seiten kleben und mit unseren Helden mitleiden und -fiebern. Das Buch liefert dabei einen guten Abschluss, lässt aber viel Raum für eine Fortsetzung. Im französischen gibt es Band 2 bereits und ich hoffe hier auf eine schnelle Übersetzung!

Ein grandioses Buch, das einfach nur Spaß macht und sich in meine Lieblinge im Regal einreiht. Wenn ihr ein außergewöhnliches Fantasyabenteuer abseits des Mainstreams sucht, seid ihr hier genau richtig!


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