[Rezension] Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin – Kristin Briana Otts

Wieder einmal durfte ich dank der Netzwerk Agentur Bookmark und der Verlagsgruppe Oetinger ein fantastisches Buch vorab lesen – vielen Dank für die Überlassung des Rezensionsexemplars!

In Shadow Dragon von Kristin Briana Otts begleiten wir Kriegerin Kai auf ihrer Reise zu sich selbst und zur Rettung ihres Königreichs:

Vier Königreiche, ein mächtiger Drache und eine mutige Kämpferin: Folge dem Ruf des Shadow Dragon! Als Onna-Bugeisha kennt Kai nur Disziplin und Gehorsam. Das Leben der Kämpferin erfüllt nur einen Zweck: Prinzessin Noriko zu beschützen. Das ändert sich, als Kai nach einem Attentat auf die Prinzessin in deren Rolle schlüpfen muss. Allein in der intriganten Welt der Mächtigen und Reichen, lernt sie nicht nur Prinz Enlai, sondern auch den Drachenhüter Jao kennen. Nur kann sie ihnen wirklich trauen? Und soll sie dem Ruf des sagenumwobenen Shadow Dragon folgen, zu dem sie eine geheimnisvolle Verbindung zu haben scheint?
Opulentes Fantasyepos mit fesselnder Lovestory in exotischem, fernöstlichem Setting.

(Quelle: Amazon)

Eins vorweg: ich bin verliebt in dieses Buch! Es war so feinfühlig aufgebaut, so mystisch und voller Spannung.

Direkt mit dem Prolog bekommt man eine Idee vom inneren Konflikt in Kai, der sich als roter Faden durch das Buch zieht. Dabei ist er nie aufdringlich sondern wird geschickt in passenden Szenen im Buch aufgegriffen. Die strenge Erziehung Kais zur Onna-Bugeisha mit allen Entbehrungen trifft hier auf den Wunsch, ihr Leben frei und selbstbestimmt gestalten zu können. Eine Glanzleistung der Autorin!

Insgesamt werden im Buch viele Konflikte angedeutet, die ständig unterschwellig unter der Oberfläche brodeln. Aufgedröselt werden sie in Band 1 nicht vollständig – hier hoffe ich auf die Nachfolgebände! Die Reihe beginnt wahnsinnig stark unud hat trotzdem großes Potential nach oben. Sie hat definitiv auch das Potential in die Riege meiner Lieblingsreihen aufzusteigen.

Unglaublich gut gefallen hat mir auch das Setting. Es ist ähnlich ätherisch und mystisch wie etwa beim Clan der Otori – etwas, was mir bei Flame in the Mist gefehlt hat. Man taucht mit Kai gemeinsam ab in diese wunderschöne Welt von Mizu, einem wahren Paradies – nur um dann in die intrigante Welt bei Hofe geworfen zu werden.

In der Rolle von Prinzessin Noriko muss sie – das Leben einer Kämpferin gewöhnt – sich plötzlich in Diplomatie und Höflichkeiten üben. Als eine Reihe von Attentaten den Hof erschüttern, steht sie auf einmal im Mittelpunkt rasanter Entwicklungen.

Die Autorin baut die dramatischen Entwicklungen langsam aber stetig auf, sodass das Worldbuilding genug Raum hat. Das gibt der Story Tiefe und Glaubwürdigkeit, auch wenn einer der Höhepunkte erst zur Hälfte des Buches geschieht. Ich finde diese Lösung besser als wenn man von Handlung zu Handlung hetzen muss, Protagonisten und Setting dabei aber blass und farblos bleiben.

Ähnlich verhält es sich mit der zarten Liebesbeziehung, die sich dezent im Hintergrund hält und dadurch auch den sich erst entwickelnden Gefühlen Rechnung trägt. Es gibt zwar ein klassisches Liebesdreieck im Buch, dieses ist aber so dezent und geschickt von der Autorin gelöst, dass ich nur meinen Hut ziehen kann. Kristin Briana Otts zeigt, dass es auch anders als schmalzig und klischeehaft geht! Die emotionale Ebene ist sehr schön gestaltet und treibt die Story geschickt voran, ohne dabei zu aufdringlich zu werden und in den Kitsch abzudriften.

Der Shadow Dragon spielt zwar eine große Rolle im Buch, doch bleibt er zunächst ein Mysterium. Erst gegen Ende hat man ein ungefähre Vorstellung davon, was die Essenz dieses Wesens ausmacht. Ich hoffe, dass wir in den Folgebänden hier noch viel mehr erfahren werden.

Kai gewöhnt sich langsam an die Macht, die sie als scheinbare Prinzessin Noriko innehat. Sie durchläuft dabei gegen Ende des Buches eine Entwicklung, die zunächst nicht zu ihrem besten scheint – Macht korrumpiert! Und Kai erkennt sich auf einmal selbst kaum wieder. Durch die Wesensänderung wurde Kai mir allerdings nie unsympathisch – im Gegenteil, ich habe selbst oft reflektiert und mich gefragt, wie ich wohl an ihrer Stelle handeln würde.

Ihre Arroganz und Selbstsucht führen zu einer folgenschweren Wendung der Ereignisse – und Leute, dieser Showdown hat es in sich! Er hat mich wirklich mit abgekauten Fingernägeln und vollkommen atemlos zurück gelassen. Ich möchte sofort Band 2 lesen und wissen, wie es weiter geht!

Shadow Dragon ist ein Buch, das mich auf voller Ebene total überrascht hat. Ich habe aufgrund des Covers und Klappentexts nicht mit solch einem fein durchdachten Meisterwerk gerechnet! Die Story war in keinster Weise zu vorhersehbar und das Setting war clever durchdacht. Ich für meinen Teil bin nach Band 1 total geflasht und habe keine Ahnung, wohin die Reise mit dem Shadow Dragon uns noch führen wird.

Unbedingte Leseempfehlung!

Hier gibt es weitere Infos zum Buch.

 

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8 Gedanken zu “[Rezension] Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin – Kristin Briana Otts

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